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FAQ - Fragen und Antworten

Wo befindet sich der Nordpol eines Magneten?

Nordpol praktisch bestimmen

Der Nordpol eines Magneten ist derjenige Pol, der - sofern der Magnet frei drehen kann - Richtung Norden zeigt. Dies kann man z.B. demonstrieren, indem man mehrere Magnete zusammensetzt und an einem Bindfaden aufhängt.
Da sich aber gegensätzliche Magnetpole anziehen, folgt daraus, dass der Nordpol der Welt eigentlich ein magnetischer Südpol ist - und das ist tatsächlich so.
Außerdem kann man den Nordpol eines Magneten mit Hilfe eines Kompasses bestimmen: Das Nadel-Ende, das normalerweise nach Süden zeigt, wird vom Nordpol des Magneten angezogen.

Nord- und Südpol als Definition

Nord- und Südpol eines Magneten wurden die folgt definiert: Die magnetischen Feldlinien laufen immer vom Nord- zum Südpol. Genauer: Die Feldlinien laufen senkrecht von der Oberfläche des Nordpols des Magneten weg und krümmen sich zum Südpol, bis sie senkrecht auf der Oberfläche des magnetischen Südpols ankommen. Im magnetischen Material selbst laufen die Feldlinien jedoch wieder zum Ausgangspunkt am Nordpol zurück und bilden somit eine geschlossene Schleife.

Pluspol und Negativpol eines Magneten

Es wird im Zusammenhang mit Permanentmagneten auch oft von "Pluspol" und "Negativpol" gesprochen. Mit "Pluspol" ist umgangssprachlich der Nordpol gemeint, weil die Feldlinien von dort aus starten. Physikalisch ist das aber nicht korrekt, denn das Magnetfeld eines Permanentmagneten ist ein reines Dipolfeld. Das bedeutet, es gibt keine magnetischen Ladungen (Elektronen), welche als einzelner Pol verstanden werden könnten, sondern immer nur Magnete mit einem Nord- und einem Südpol. Nord- und Südpol eines Permanentmagneten sind gleichwertig. Aus diesem Grund gibt es auch keine Monopole.