Strategiespiel aus dem 3D-Drucker

Magnete halten die Spielelemente zusammen
Autor: Mathias Schröder, Bern, Schweiz
Online seit: 09.09.2022, Anzahl Besuche: 2305
Ich bin ein Fan von Strategiespielen mit verschiedenen Siedlungen und Städten. Ich beschloss, mir ein eigenes Spielbrett mit meinem 3D-Drucker zu drucken. So macht das Spielen noch mehr Spaß. Die einzelnen Elemente des fertigen Brettspiels aus dem 3D-Drucker versah ich anschließend mit Magneten. Dadurch halten die Spielelemente zusammen und verrutschen nicht.

Landschaften drucken

Das Spiel besteht aus verschiedenen Landschaften. Auf meinem Profil auf Thingiverse finden Sie zu dem Strategiespiel diverse Druckvorlagen für den 3D-Drucker. Pro Landschaft benötigen Sie drei Teile. Die Landschaft selbst, einen Rahmen, in den Sie die Magnete einlassen können und sechs Abdeckungen. Die Magnete sollten einen Durchmesser von 3 mm und eine Länge von 6 mm aufweisen.

Axial oder diametral magnetisierte Stabmagnete verwenden

Haben Sie alle Teile des Brettspiels gedruckt, sollten Sie Stabmagnete in die kleinen Aussparungen im Rahmen einlassen. Diese halten die einzelnen Elemente zusammen. Ich habe für meine Landschaften Stabmagnete mit Durchmesser 3 mm vom Typ S-03-06-N verwendet. Diese Magnete sind axial magnetisiert, weshalb sie mit einer speziellen Reihenfolge in den Rahmen eingelassen werden müssen.

Hinweis: Sie können auch diametrale Magnete verwenden. Bei diesem Typ Magnet spielt die Ausrichtung keine Rolle. Die Stabmagnete sollten sich jedoch in der Form frei bewegen können.

Anmerkung vom supermagnete-Team: Bei axial magnetisierten Magneten liegen die Pole auf der Kreisfläche, bei diametralen Magneten hingegen verläuft die Magnetisierung parallel zum Durchmesser. Mehr zu diesem Thema finden Sie auf unserer FAQ-Seite zum Thema Magnetisierungsrichtung.

Magnete in die Form integrieren

Damit die einzelnen Platten zusammenhalten, müssen Sie die Magnete immer gleich in die Form legen. Dies können Sie anhand der schwarzen und roten Einfärbung auf dem Bild oben gut erkennen. Zeigen die Magnete nicht in die selbe Richtung, ziehen sich die Sockel nicht gegenseitig an. So bin ich dabei vorgegangen:
  1. Die Magnete habe ich vor mich hingelegt. So wusste ich immer, wo die Pole lagen und wie herum ich sie einlegen musste.
  2. Ich integrierte im Uhrzeigersinn die Magnete in den Rahmen. Beachten Sie dabei, dass Sie die Magnete mit den Polen immer in die selbe Richtung einlegen.
  3. Die Löcher im Rahmen verschloss ich danach mit Hilfe eines Schraubenziehers mit den dafür gedruckten Teilchen.
Dieses Prozedere wiederholte ich für jede Basis. Für eine Basisplatte benötigte ich insgesamt sechs Stabmagnete. Damit ich alle Spielteile meines Strategiespiels mit Magneten versehen konnte, benötigte ich somit insgesamt 222 Magnete. Am Schluss habe ich die Landschaft mit etwas Klebstoff an den Rahmen geklebt. Fertig waren die Spielelemente des Gesellschaftsspiels!

Eine ausführlichere Anleitung zum Einsetzen der Magnete und spannende Informationen zum Druck können Sie in meinem YouTube-Video anschauen.



Sie haben keinen 3D-Drucker zu Hause? Sie können auch die herkömmlichen Spielfelder mit Magneten modifizieren, damit das Spiel stabiler wird und die einzelnen Landschaften nicht auseinanderrutschen. Wie das funktioniert, erfahren Sie im Kundenprojekt Spielplatten zusammenfügen (nur auf Deutsch vorhanden).